Persönlichkeiten Vietnams – Vietnamkriegsära

Bao Dai
der letzte Kaiser Vietnams

1926 bestieg er den vietnamesischen Thron, erwies sich jedoch als ineffektiver Herrscher. Er war nicht in der Lage, ohne das französische Kolonialregime, seine Macht und Befugnisse auszuüben.
1946, nachdem der Viet Minh die japanischen Besatzungstruppen vertrieben hatte, übernahm er die Regierungsspitze.
1949 setzte Frankreich Bao Dai als Prämier des „unabhängigen Vietnam“ ein. Nur ein Jahr nach der Genfer Konferenz, manövrierte Ngo Dinh Diem Bao Dai aus und übernahm die Macht. Bao Dai zog sich nach Frankreich zurück.

Amtszeiten:
8. Januar 1926 – 25. August 1945 – Abdankung
13./14. Juni 1949 – 30. April 1955 – Putsch

Ho Chi Minh
vietnamesischer Revolutionär sowie kommunistischer Politiker

Geboren wurde er in ärmlichen Verhältnissen. In jungen Jahren reiste er durch die Länder, kam bis nach Paris, London und New York. In dieser Zeit lernte er auch den Kommunismus kennen.
Zurück in Vietnam beteiligte er sich an der Gründung der Viet Minh, die er bald anzuführen begann. Bis 1969 blieb er Präsident der Demokratischen Republik Vietnam und diente als primärer nordvietnamesischer Führer.

Le Duan
kommunistischer Politiker

1960 wurde Le Duan der erste Sekretär der Partei, was ihn zur Nummer 2 in der Rangliste machte. Als Ho Chi Minh 1969 starb übernahm er dessen Position.

Le Duc Tho
nordvietnamesischer Politiker und Diplomat

Während des Vietnamkrieges leitete Le Duc Tho die militärischen Aktionen. 1973 gelang der Durchbruch mit einem Friedensvertrag, Gesprächspartner der geheimen Verhandlungen war Henry Kissinger. Während Kissinger den Friedensnobelpreis annahm, verzichtete Le Duc Tho darauf, da in seinem Land zu dem Zeitpunkt immer noch Krieg herrsche.

Ngo Dinh Diem
südvietnamesischer Präsident

1955 bis 1963 arbeitete er als südvietnamesischen Republik Vietnam, unterstützt von den USA. Durch sein konfuzianisch / katholisches Elternhaus war er bei vielen amerikanischen Entscheidungsträgern sehr beliebt, das galt weniger für das buddhistisch geprägte Südvietnam.
Sein Regime galt als korrupt und autokratisch, er ignorierte das Versprechen auf der Genfer Konferenz in punkto freier Wahlen und besetzte Posten mit Familienmitgliedern. Trotzdem erhielt er Unterstützung von Seiten der USA, da diese darauf spekulierten ihn als Alternative zu Ho Chi Minh aufbauen zu können.
Unter ihm begannen die Zwangsumsiedelungen der Landbevölkerung in sogenannte Wehrdörfer. Dadurch hoffte man dem Vietcong die Versorgung entziehen zu können. Allerdings erreichte er damit nur das Gegenteil.
1963 begannen Buddhisten sich aus Protest zu verbrennen. Die daraus resultierende Buddhistenkrise erzeugte in den USA ein Umdenken. Im gleichen Jahr wurden er und sein Bruder Ngo Dinh Nhu ermordet.

Ngo Dinh Nhu
Bruder von Ngo Dinh Diem

Im Diem-Regime war er einer der einflussreichsten Führer. Er agierte brutal, ausbeuterisch und war korrupt. Seine scharfzüngige Frau, Madame Nhu, wurde genauso verachtet und gehasst.
Seine Exzesse waren weitgehend verantwortlich für den amerikanisch unterstützten Putsch, bei dem er und sein Bruder ermordet wurden.

Madame Nhu
Gattin von Ngo Dinh Nhu

Als „First Lady“ war sie wegen ihres Verhaltens eine verhasste Person. Ihre Vorliebe galt den extravaganten Dingen des Lebens, während sie nur wenig für ihre armen Landsleute übrig hatte. Somit war sie eine Art vietnamesische Marie-Antoinette – ein PR-Desaster.
Nach der öffentlichen Verbrennung eines buddhistischen Mönches spottete sie und bot für den nächsten Vorfall Benzin und Streichhölzer.
Gleichzeitig legte sie sehr viel Wert auf moralisches Verhalten und ließ Kartenspiele und Vergnügungsstätten sperren.
Beim Putsch 1963 war sie nicht im Lande und überlebte dadurch das Attentat.

Vo Nguyen Giap
militärischer Führer der Viet Minh Truppen

1941 wurde der ausgebildete Lehrer für Geographie und Geschichte Mitbegründer der Viet Minh. Vom Zentralkomitee der Viet Minh beauftragt, schuf er eine Volksarmee. 1945 wurde er Innenminister der demokratischen Republik Vietnam. Er entwickelte im Lauf der Jahre erfolgreiche Guerillataktiken, mit denen er gegen Frankreich bei Dien Bien Phu gewann. 1954 bis 1980 wurde er zum Verteidigungsminister. Als Mitglied es Zentralkomitees kämpfte er gegen Südvietnam und die USA für eine Wiedervereinigung des Landes.

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s