Film: Der Patriot (Originaltitel: The Patriot)

Titel: Der Patriot (Originaltitel: The Patriot)
allgemein: USA/D / 2000 / 158 min
Regie: Roland Emmerich
Produzent: Dean Devlin
Musik: John Williams
Drehbuch: Robert Rodat
Darsteller: Mel Gibson, Heath Ledger, Joely Richardson, Jason Isaacs
ab: 16

Worum geht es?
Zusammen mit seinen sieben Kindern lebt Witwer Benjamin Martin auf einer Plantage in South Carolina. Er macht das Beste aus sich und seinem Leben, während er unter seiner Vergangenheit als Kriegsheld leidet.

Die Zeiten sind hart. Als eine Abstimmung über den Unabhängigkeitskrieg erfolgt, stimmt er gegen die Engländer, um seine Familie zu schützen. Im Gegensatz zu ihm zieht es seinen Sohn Gabriel in den Krieg. Erst viele Jahre später besucht Gabriel seine Familie.

Auf der Suche nach Spionen durchsuchen Briten Benjamins Haus, nehmen Gabriel gefangen. Ihm droht der Tod. Dessen jüngerer Bruder Thomas versucht ihn zu befreien, wird dabei jedoch von Colonel William Tavington erschossen. Erbost lässt Tavington die Farm in Flammen aufgehen. Daraufhin zieht Benjamin in einen persönlichen Krieg. Zusammen mit weiteren zwei Söhnen, noch im Kindesalter, legt er einen Hinterhalt. 20 Engländer kann er töten, seinen Sohn Gabriel befreien.

Gemeinsam rekrutieren sie Milizionäre für einen Guerillakrieg. Durch Verrat erfährt Tavington davon, in seiner Verärgerung schmiedet er Pläne und brennt die Farm von Williams Schwägerin nieder. Die darin untergebrachten Kinder können rechtzeitig gerettet werden. Unter Angehörigen der Milizionäre richtet Tavington ein Massaker an. Darunter fallen auch Gabriels Frau und deren Familie, die in einer Kirche bei lebendigem Leib verbrannt werden. Gabriel verfolgt ihn, wird im darauf folgenden Kampf von Tavington erstochen, nachdem dieser eine Schussverletzung vorgetäuscht hatte. In Martins Armen stirbt sein Sohn.

Schließlich können Martins Milizionäre die Briten in eine Falle locken. In einem letzten Kampf tötet er Tavington mit einem Bajonet. Wenig später endet der Amerikanische Unabhängigkeitskrieg. Martin löst seine Miliz auf, kehrt zu seiner Familie zurück.

Kommentar:
Als Vorbilder für Martin und Tavington gelten Francis Marion und Banastre Tarleton. Allerdings ist der reale Ausgang anders verlaufen als im Film. Tarleton überlebte und wurde in England als Kriegsheld gefeiert.

Opulent und optisch hervorragend umgesetzt ist der Film ein Augenschmaus. Mit beinahe 160 Minuten Länge benötigt man zwar etwas Sitzfleisch, doch die Zeit ist es allemal wert. Natürlich schwingt nahezu durchgehend pathetischer Patriotismus mit. Wird allerdings die Wichtigkeit des Unabhängigkeitskrieges in Amerika bedacht passt dieser hervorragend dazu. Wer damit ein Problem hat, sollte sich den Film lieber nicht ansehen. Prächtige, zeitgerechte Ausstattung, untermalt von bildgewaltigen Szenen und einer grandiosen Musikauswahl hätte der Film nur etwas mehr Grautöne vertragen können. Schließlich ist nicht alles Schwarz/Weiß.

Wer sich am Reenactment des Amerikanischen Bürgerkrieges versuchen will, kann diesen Film durchaus heranziehen. Nicht alles ist perfekt umgesetzt, natürlich gibt es vereinzelt Kleinigkeiten, die nicht perfekt passen. Aber da es kein 100% korrekter Historienfilm sein soll, sondern schlichtweg emotionales, episches Unterhaltungskino lässt sich über manchen Mangel durchaus hinwegsehen.

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