Film: Flags of Our Fathers (Originaltitel: Flags of Our Fathers)

Titel: Flags of Our Fathers (Originaltitel: Flags of Our Fathers)
allgemein: USA / 2006 / 132 min
Regie: Clint Eastwood
Produzent: Clint Eastwood
Musik: Clint Eastwood
Drehbuch: William Broyles jr.
Darsteller: Ryan Phillippe, Jesse Bradford, Adam Beach, John Benjamin Hickey
ab: 12

Worum geht es?
Die Schlacht um Iwojima fand 1945 im pazifischen Ozean statt und kostete Tausenden Amerikanern und Japanern das Leben. Aus dieser Schlacht stammt das wohl berühmteste Bild dieses Krieges überhaupt, in dem sechs amerikanische Soldaten die amerikanische Flagge auf Iowjima hissen.
Bis 1944 sehen viele junge Soldaten den Krieg noch als großes Abenteuer an. Bald schon verschwindet dieser Gedanke und macht der bitteren Realität Platz. Sie werden auf die Vulkaninsel Iwojima versetzt. Anfänglich wirkt es wie eine leichte Sache, doch der Gedanke ändert sich rasch, dank eines zähen und unerwartet guten Gegners.
Auf dem Berg Suribachi soll eine Gruppe Soldaten die amerikanische Flagge hissen, wenige Stunden später will ein Politiker diese als Souvenir für sich. Darüber empört sich ein Marines-Kommandeur und will daraufhin die Flagge gegen einen Ersatz tauschen lassen. Den Tausch dieser Flagge kann Reporter Joe Soenthal gerade noch fotografieren. Dieses Bild wird in den Vereinigten Staaten in vielen Zeitungen gedruckt. Es ist längst die Kriegserschöpfung zu erkennen. Darum sollen die Helden von Iwojima auf Werbetour gehen um Kriegsanleihen zu verkaufen. Da die meisten dieser Helden längst tot sind, wird eine Ersatztruppe benötigt.
Die Ersatzleute werden zu jenen Helden stilisiert, die sie nicht waren. In Rückblenden ist zu sehen, was tatsächlich in Iwojima vorfiel.

Kommentar:
James Bradley, aus dessen Sicht erzählt wird, ist der Sohn eines dieser sechs Soldaten. Erst 1994 wurde er sich der tatsächlichen Tragweite jenes Augenblickes bewusst, als sein Vater verschied.
Es gibt kaum ein besseres Bild um den zweiten Weltkrieg darzustellen. Wie leicht ein Symbol entstehen und zu Werbezwecken ausgeschlachtet werden kann zeigt sich hier sehr deutlich. Nicht jeder Held ist tatsächlich einer, während andere Helden sind, aber dies niemals an die Öffentlichkeit gebracht wird. Nicht immer sind Bilder und Geschichten wirklich das, was einem Glauben gemacht wird.

Eastwood hat hier einen Film geschaffen, der dem Zuseher stellenweise die Gänsehaut über den Rücken laufen lässt. Vielleicht wäre es klüger gewesen den Film etwas mehr aufzubauen um allem einen passenden Rahmen zur Verfügung zu stellen. Doch wie oft wurden lange Streifen, wahre Epen, als langatmig und öde empfunden?
„Flags of our Fathers“ schafft es alles Essentielle und Wichtige kompakt zusammenzufassen und der Geschichte um das Foto einen guten Background zu liefern. Selbst das Herumspringen zwischen verschiedenen Zeitebenen stört nicht, sondern unterstreicht die Bedeutsamkeit eines einzigen, winzigen Momentes in der Geschichte.
Trotz düster wirkenden Untertones entspricht der Film durchaus dem Level von „Band of Brothers“, mit menschlichen und durchaus sympathischen Charakteren, weit weg von Unfehlbarkeit und Heldenpathos anderer Kriegsfilme.

Für jeden, der die Geschichte hinter dem Bild erfahren will, eignet sich der Film hervorragend.

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