Film: Platoon (Originaltitel: Platoon)

Titel: Platoon (Originaltitel: Platoon)
allgemein: USA / 1986 / 115 min
Regie: Oliver Stone
Produzent: Arnold Kopelson
Musik: Georges Delerue
Drehbuch: Oliver Stone
Darsteller: Charlie Sheene, Tom Berenger, Willem Dafoe, John C. McGinley
ab: 16

Worum geht es?
Chris Taylor meldet sich 1967 freiwillig nach Vietnam. Anfangs naiv, lernt er rasch die soldatische Realität kennen. Erhoffte Kameradschaft fehlt. Er stellt rasch fest, dass Neulinge nichts zählen.

Mit einer kleinen Gruppe findet sich Taylor im Dschungel wieder. Sie sollen einen Hinterhalt gegen den Vietcong vorbereiten. Als Taylor bei einer Wache von seinem Kameraden Junior abgelöst wird, gelingt es dem Vietcong sich anzuschleichen. Dadurch verlieren zwei Soldaten ihr Leben, Taylor erhält einen Nackenstreifschuss. Sie können die Angreifer abwehren. Junior beschuldigt Taylor. Doch die Gruppe glaubt ihm nicht und Taylor kommt ins Lazarett.

Nach seiner Rückkehr bekommt Taylor diverse Drecksarbeiten aufgebrummt. Einige afro-amerikanische Kameraden freunden sich mit ihm an. Keiner von ihnen versteht seine freiwillige Meldung. Nach einiger Zeit wird Taylor Teil der Potheads, einer Gruppe, die mit Drogen die Kriegsschrecken zu vergessen suchen. Andere Soldaten, wie Sergeant Barnes, konsumieren Unmengen Bier und Whisky.

Bei einer Patrouille stoßen sie auf ein Tunnelsystem unter einer verlassenen Bunkeranlage, das von Sergeant Elias gesäubert wird. Zwei Soldaten werden Opfer einer Sprengfalle, ein weiterer Mann verschwindet spurlos.

Barnes macht sich mit ein paar seiner Männer zu einem nahe gelegenen Dorf auf. Unterwegs finden sie den Verschwundenen tot an einen Baum gebunden. Im Dorf entdecken sie Unmengen Reis und ein großes Waffenarsenal. Sie vermuten ein Nest des Vietcong, woraufhin es zu einer gewaltsamen Säuberungsaktion kommt.

Das Dorfoberhaupt gibt im Verhör an, der Vietcong hätte sie gezwungen zu kooperieren. Barnes, dem diese Information nicht ausreicht, tötet dessen Frau. Die Tochter des Dorfoberhauptes bedroht er mit der Pistole. In diesem Moment taucht der Rest von Barnes Platoon auf und beendet das Verhör. Sie führen einige Personen ab, die sie für Vietcong halten und evakuieren den Rest. Von diesen Vorkommnissen berichtet Elias Captain Harris bei seiner Rückkehr auf der Basis. Dank Personalmangel kann Barnes nicht freigestellt werden. Harris kündigt ein Kriegsgericht an. Das Platoon ist gespalten, ein Teil hält zu Barnes, der anderen zu Elias.

Am nächsten Tag geraten sie bei einer Patrouille in ein Feuergefecht. Das Platton splittet sich auf. An einer taktisch wichtigen Stelle postiert Elias drei seiner Männer. Barnes befiehlt den Rückzug, will selber nach Elias suchen. Als er ihn findet, schießt er auf ihn, und behauptet später, er hätte ihn schon tot gefunden. Die Überlebenden werden mit Hubschraubern evakuiert, wobei sie den totgeglaubten Elias sehen, der auf der Flucht von Vietcongs, vor ihren Augen, von hinten erschossen wird.

Taylor spricht mit seinem Kommandanten über die Vorkommnisse und klagt Barnes an, was aber von seinem Kommandanten ignoriert wird. Barnes, vollkommen betrunken, zettelt eine Prügelei an. Bevor er Taylor töten kann, geht Rhah dazwischen.

Es werden längst Großangriffe des Vietcong erwartet. Nahe Kambodscha heben Soldaten Schützengräben aus. In der Nacht werden die Stellungen überrannt. Nordvietnam stürmt die Verteidigungslinien und dringt in die Basis vor. Mit Sprengstoff beladen läuft einer von ihnen in den Kommando-Bunker und sprengt sich dort in die Luft. Captain Harris ordnet daraufhin einen Luftschlag auf die eigene Position an. Die Air Force führt mit Napalm den Befehl aus.

Taylor überlebt die Nacht. Er findet Barnes, der ihm befiehlt einen Sanitäter zu holen. Taylor erschießt Barnes, rächt dadurch Elias. Für ihn ist der Krieg vorbei. Ein Hubschrauber bringt den Verwundeten ins Lazarett.

Kommentar:
Platoon ist als Beginn einer Trilogie zu verstehen. Die weiteren Filme sind „Geboren am 4. Juli“ und „Zwischen Himmel und Hölle“. Als Aufarbeitung seiner eigenen Erlebnisse schuf Stone mit Platoon ein Werk, das den Vietnamkrieg realistisch darstellt.

In Platoon wird nicht nach dem Warum gefragt, er zeigt eine bittere Wahrheit. In jedem Krieg passieren Verbrechen auf allen Seiten. Massaker an Zivilisten gehören seit Jeher zu den Greueln von Kriegen. Der Vietnamkrieg stellte hier keine Ausnahme dar.

Krieg ist kein Abenteuerspielplatz. Das merken die Charaktere sehr schnell. Die Charaktere erleben im Lauf des Films eine offensichtliche, gut gespielte Veränderung.

Langsam inszeniert, spannend gedreht und mit dichter Atmosphäre ist es einer der besten Filme zum Thema Vietnamkrieg. Mit 4 gewonnenen Oscars darf sich „Platoon“ zu Recht als Werk rühmen, das jeder Vietnamkriegsinteressierte im Regal stehen haben sollte.

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