Buch: Vaterland (Originaltitel: Fatherland)

Titel: Vaterland (Originaltitel: Fatherland)
Autor: Robert Harris
Seiten: 378
Verlag: Heyne
Sprache: Deutsch
Jahr: 1994
ISBN-10: 3453072057
ISBN-13: 978-3453072053

Worum geht es:
1964 herrscht Deutschland in Europa und dem europäischen Russland, es hat den Krieg gewonnen. Lediglich das restliche Russland befindet sich noch in teilweisen Geplänkeln mit dem Deutschen Reich.

Russland bekommt Unterstützung aus den USA, befindet sich im Kalten Krieg mit Deutschland. Längst ist ein Patt zwischen USA und Deutschland entstanden.
Zum 75. Geburtstag von Hitler wird Joseph Kennedy zu einem Staatsbesuch erwartet.

Kripo-Sturmbannführer Xaver März, tätig in Berlin, soll einen Mord am polnischen Generalgouverneur Josef Bühler aufklären. Kurz darauf zieht ihn die Gestapo ab. Er gibt nicht auf und entdeckt ein 22 Jahre altes Geheimnis, das bis in die oberste Spitze reicht. Bühler ist dabei nicht das einzige prominente Mordopfer. Bei seinen Nachforschungen stößt er auf ein Bankschließfach in Zürich, das allerdings nur Gemälde enthält.
Schließlich entdeckt er die gemeinsame Komponente – die Wannseekonferenz. Nun könnte endlich die Vernichtung der europäischen Juden endgültig belegt werden, doch dazu müsste er das belastende Material außer Landes schaffen. Die Schweiz gehört zwar nicht zu Deutschland, ist aber von diesem völlig umschlossen.

Seine Geliebte unterstützt ihn dabei, während er seine Verfolger abzuhängen versucht und schließlich in Ausschwitz landet, in denen alte Mauersteine das Geschehene bezeugen.

Kommentar:
Während der Roman in England und Amerika die Bestsellerlisten stürmte, waren die Reaktionen in Deutschland genau das Gegenteil. Der Roman wurde verteufelt und als deutschfeindlich betitelt. Erst im Lauf der Zeit relativierte sich das.

Der Leser wird keine „Nazi-Nostalgie“ vorfinden, sondern lediglich einen Thriller vor dem Hintergrund eines nationalsozialistischen Deutschland. Dieses Erstlingswerk des Autors beinhaltet alles, was ein guter Krimi haben sollte: Verbrechen, Gewalt, Verschwörungen, Vertuschung, Irreführung und Liebe. Harris selber recherchierte erst über Albert Speer, entschied sich dann jedoch die Ergebnisse als Roman herauszubringen.
Auf diesem Roman basiert ein gleichnamiger Spielfilm und schaffte es sogar ins Theater.

Subtil wird ein nationalsozialistisches Deutschland dargestellt, wie es tatsächlich hätte sein können.

Gut geschrieben, hat der Roman tatsächlich seinen Rang als Teil der Weltliteratur verdient.

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