Film: Herz aus Stahl (Originaltitel: Fury)

Titel: Herz aus Stahl (Originaltitel: Fury)
allgemein: USA/UK  / 2014 / 134  min
Regie: David Ayer
Produzent: David Ayer
Musik: Steven Price
Drehbuch: David Ayer
Darsteller: Brad Pitt, Shia LaBeouf, Logan Lerman, John Bernthal
ab: 16

Worum geht es?
Der junge und unerfahrene Norman Ellison nimmt seinen neuen Platz bei der Panzerbesatzung der „Hell on Wheels“ (2nd Armored Division) ein. Dort ersetzt er den kürzlich gefallenen Bugschützen.
Ausgebildet als Schreiber, versteht er die Welt nicht mehr. Er fühlt sich wie ein Eindringling in eine zusammengeschweißte Truppe, die bereits in Nordafrika miteinander kämpften. Der Krieg veränderte die Männer. Sein Kommandant Don Collier, der Wardaddy, wirkt auf den ersten Blick verroht, doch er kümmert sich um „seine Jungs“. Seine harte Hand ist zum Überleben der Truppe notwendig.

Der Krieg ist kein Spielplatz. Das erkennt Ellison spätestens, als Wardaddy ihn dazu zwingt einen Kriegsgefangenen zu erschießen.

Sie rücken in eine kleine Stadt vor. Eine Phosphorgranate des Panzers schaltet ein feindliches Geschütz aus. Daraus flüchten, in Brand gesetzte Deutsche. Ellison erschießt diese Männer.
Die Einheit quartiert sich in einer Wohnung ein, die von zwei jungen Frauen bewohnt wird. Trotz der Situation kommen sich Ellison und eine der Frauen, Emma, einander näher. Als sie abrücken müssen, klammert sich Emma an Ellison. Die Frauen überleben nicht, das Haus wird wenig später bombardiert.

Wieder machen sie sich auf den Weg. Unterwegs verlieren sie einen Panzer nach dem anderen, bis nur noch ihr eigener Panzer „Fury“ übrig bleibt. Als sie ihr Ziel, eine wichtige Kreuzung, erreichen, fahren sie über eine Mine. Dies beschädigt Fahrwerk und Kette schwer.
Sie versuchen den Panzer zu reparieren. Währenddessen hält Ellison Wache und entdeckt eine 300 Mann starke Truppe der „Waffen SS“, welche sich unter Marschgesang ihrer Kreuzung nähert. Sie nähern sich dem vermeintlich kampfunfähigen Panzer. Mit den letzten Resten ihrer Munition feuern die „Hell on Wheels“ auf die Deutschen, woraufhin diese Handgranaten in den Panzer werfen. Nur Ellison überlebt, indem er sich durch eine Luke unter den Panzer rettet. Ein junger Deutscher sieht ihn, behält das aber für sich.

Als Held gefeiert, wird Ellison am nächsten Morgen von amerikanischen Soldaten gefunden und abtransportiert.

Kommentar:
Bereits vor Fertigstellung erhielt der Film Aufmerksamkeit. Der 11. November ist in England ein nationaler Gedenktag für Kriegstote des 11. November. An diesem Tag fanden Dreharbeiten mit deutschen Uniformen (Wehrmacht und SS), in Kombination mit lauten Spezialeffekten, statt. Regisseur Ayer, der dies nicht bedacht hatte, entschuldigte sich später dafür.

Schlachtszenen und Panzerfahrten stehen großteils im Mittelpunkt des Films. Vieles davon ist authentisch inszeniert, lediglich die Laserblitze ala „Star Wars“ sind definitiv unangebracht. Selbst die beste Leuchtspurmunition bietet keine derartigen „Showeffekte“, wie hier dargestellt.

Im Krieg werden selbst friedliche und friedliebende Menschen gezwungen über ihre Grenzen zu gehen. „Herz aus Stahl“ ist eine eindrucksvolle Darstellung, wie Krieg Menschen verrohen lässt. Aus dem Streifen hätte jedoch mehr herausgeholt werden können. Auf ein einfaches Schwarz/Weiß Schema reduziert spielt der Film mehr mit Effekten, als sich auf die Personen zu konzentrieren. Nur eine brutale und zynische Figur zu spielen ist nicht ausreichend um den Sachverhalt einer Kriegssituation auch ausreichend darstellen zu können.

Für Actionfans ein wirklich gutes Werk, hat der Film jedoch einiges an Potential verschenkt.

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